geothermal response test

Für die Dimensionierung von Erdwärmesondenanlagen ist es wichtig zu wissen, wie die Beschaffenheit des Untergrundes in Bezug auf dessen thermische Nutzung ist. Die Ermittlung der Wärmeleitfähigkeit unter zu Hilfenahme des Geothermal Response Test (GRT) kann hier wichtige Erkenntnisse liefern. Mit Hilfe des Geothermal Response Tests werden die Wärmeleitfähigkeit des Untergrundes und der Thermische Bohrlochwiderstand ermittelt. Der Thermische Bohrlochwiderstand stellt die Wärmeleitfähigkeit des Verpressmaterials zwischen Sonde und Bohrlochwand dar. Nur ein homogenes Gefüge mit einer hohen Leitfähigkeit ermöglicht einen optimalen Wärmeübergang auf die Sonde. Die Durchführung eines GRT wird für Erdwärmesondenanlagen > 30 kW Kälteleistung empfohlen und ermöglicht eine fachgerechte Planung der Anlage.

Die Kurve zeigt einen typischen Temperaturverlauf der Sondenvor- und Rücklauftemperatur während der Durchführung eines Geothermal Response Tests. Gemessen wurde bei diesem Beispiel an einer 130 m Sonden mit einem konstanten Wärme-Input über einen Zeitraum von rund drei Tagen. Die Messung sollte möglichst über einen Zeitraum von mehr als 24 Stunden erfolgen. Da die Berechnung der Wärmeleitfähigkeit in Abhängigkeit von Temperaturanstieg und Zeit erfolgt und die Steigung der Kurve das Kriterium der Ermittlung darstellt, ist zu erkennen, dass erst nach 24 Stunden ein konstanter Wärmefluss erfolgt. Neben der Ermittlung der Wärmeleitfähigkeit des Untergrundes hat der Wärme- und Kältebedarf (kWh/a) eines Gebäudes einen großen Einfluss auf die Dimensionierung von Sondenanlagen. Unter Einsatz einer speziellen Simulations-Software wird nach Ermittlung der vorgenannten Parameter die Optimierung von Sonden- oder Energiepfahlanlagen durchgeführt. Mit unseren Partnerunternehmen verfügen wir über langjährige Erfahrung bei der Durchführung von Geothermal Response Tests und der Auswertung nach GEOsim©.